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Die Sonne

Ohne sie gäbe es kein Leben auf der Erde: Die Sonne ist ein ganz gewöhnlicher Stern, aber für uns der wichtigste. Sie liefert Licht und Wärme und hält mit ihrer Schwerkraft das ganze Sonnensystem zusammen.

Die Sonne im extremen Ultraviolett, aufgenommen vom Satelliten SDO
Die Sonne im ultravioletten Licht, aufgenommen vom NASA-Satelliten Solar Dynamics Observatory. Die hellen Stellen sind Regionen mit starken Magnetfeldern. Bild: NASA/SDO (AIA), gemeinfrei, Wikimedia Commons

Wie groß ist die Sonne?

Die Sonne hat einen Durchmesser von rund 1,39 Millionen Kilometern. Das ist etwa 109-mal so viel wie die Erde. In ihr hätte die Erde ungefähr 1,3 Millionen Mal Platz. Die Sonne vereint rund 99,8 Prozent der gesamten Masse unseres Sonnensystems. Alle Planeten, Monde, Asteroiden und Kometen zusammen sind dagegen nur ein Krümel.

Im Mittel ist die Sonne 149,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Ihr Licht braucht für diese Strecke etwa 8 Minuten und 20 Sekunden. Wenn du die Sonne siehst, siehst du sie also so, wie sie vor gut acht Minuten war.

Woher kommt ihre Energie?

Im Kern der Sonne herrschen rund 15 Millionen Grad und ein unvorstellbarer Druck. Dort verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium. Bei dieser Kernfusion wird ein kleiner Teil der Masse in Energie umgewandelt. Jede Sekunde „verbrennt“ die Sonne so etwa 600 Millionen Tonnen Wasserstoff. Trotzdem reicht ihr Vorrat noch für Milliarden Jahre.

Die Energie braucht vom Kern bis an die Oberfläche viele tausend Jahre, weil sie unterwegs immer wieder verschluckt und neu ausgesandt wird. An der sichtbaren Oberfläche, der Photosphäre, ist es dann „nur“ noch etwa 5.500 Grad heiß.

Sonnenflecken und Polarlichter

Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche
Dunkle Sonnenflecken im September 2011. Jeder dieser Flecken ist größer als die Erde. Bild: NASA, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Auf der Sonne sind oft dunkle Flecken zu sehen. Diese Sonnenflecken sind Stellen, an denen starke Magnetfelder die Hitze aus dem Inneren bremsen. Sie sind „nur“ etwa 4.000 Grad heiß und wirken deshalb dunkler. Ihre Zahl schwankt in einem Rhythmus von ungefähr elf Jahren, dem Sonnenzyklus.

Bei Ausbrüchen schleudert die Sonne geladene Teilchen ins All. Treffen sie auf das Magnetfeld der Erde, leuchten hoch in der Atmosphäre Polarlichter. Bei starken Ausbrüchen sind sie sogar in Deutschland zu sehen.

Grünes Polarlicht über einem See
Polarlicht über Alaska. Die grüne Farbe entsteht durch Sauerstoff in etwa 100 bis 200 Kilometern Höhe. Bild: U.S. Air Force, Senior Airman Joshua Strang, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Sonnenfinsternis

Schiebt sich der Mond genau zwischen Sonne und Erde, wird es mitten am Tag dunkel. Bei einer totalen Finsternis leuchtet dann die zarte äußere Sonnenatmosphäre auf, die Korona. Am 2. August 2027 gibt es eine der längsten totalen Sonnenfinsternisse des Jahrhunderts, zu sehen in Südspanien und Nordafrika. In Deutschland wird die Sonne dann zu 28 bis 50 Prozent bedeckt. Mehr dazu im Himmelskalender.

Totale Sonnenfinsternis mit Korona
Die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999, aufgenommen in Frankreich. Um die schwarze Mondscheibe leuchtet die Korona. Bild: Luc Viatour, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Wie geht es mit der Sonne weiter?

Die Sonne ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt und damit ungefähr in der Mitte ihres Lebens. In rund fünf Milliarden Jahren geht ihr im Kern der Wasserstoff aus. Dann bläht sie sich zu einem Roten Riesen auf, der Merkur und Venus verschluckt. Am Ende bleibt ein kleiner, langsam abkühlender Weißer Zwerg übrig, etwa so groß wie die Erde.

Wichtig: Schau nie ohne geeigneten Schutz in die Sonne, auch nicht kurz und erst recht nicht mit Fernglas oder Teleskop. Das kann die Augen dauerhaft schädigen. Normale Sonnenbrillen schützen nicht.