
Was ist ein Asteroid?
Asteroiden sind felsige oder metallische Himmelskörper, die um die Sonne kreisen. Sie sind zu klein, um Planeten zu sein, und haben meist eine unregelmäßige, kartoffelartige Form. Im Gegensatz zu Kometen enthalten sie kaum Eis und bekommen deshalb keinen Schweif.
Wo gibt es Asteroiden?
Die meisten bekannten Asteroiden kreisen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Die starke Schwerkraft des Jupiter hat dort verhindert, dass sich das Material zu einem Planeten zusammenballte. Trotz ihrer großen Zahl ist der Gürtel ziemlich leer. Raumsonden fliegen problemlos hindurch, ohne einem Asteroiden auch nur nahe zu kommen. Bekannt sind inzwischen weit über eine Million Asteroiden.

Die größten Asteroiden
Der größte Brocken im Asteroidengürtel ist Ceres, die heute als Zwergplanet gilt. Danach folgen Vesta und Pallas mit jeweils gut 500 Kilometern Durchmesser. Vesta ist manchmal sogar mit bloßem Auge als schwaches Lichtpünktchen zu sehen.

Können Asteroiden die Erde treffen?
Ja, und das ist in der Erdgeschichte oft passiert. Vor 66 Millionen Jahren schlug ein etwa zehn Kilometer großer Asteroid auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko ein. Die Folgen trugen zum Aussterben der Dinosaurier bei. Kleine Brocken treffen die Erde täglich, verglühen aber in der Atmosphäre.
Heute suchen Teleskope weltweit systematisch nach erdnahen Asteroiden. Für keinen der bekannten großen Asteroiden besteht in den nächsten hundert Jahren eine ernste Gefahr. 2022 hat die NASA mit der Mission DART außerdem gezeigt, dass man einen Asteroiden durch einen gezielten Aufprall aus seiner Bahn lenken kann. Sie traf den kleinen Asteroiden Dimorphos und veränderte seine Umlaufbahn messbar.
Proben von Asteroiden
Die japanische Sonde Hayabusa2 brachte 2020 Gestein vom Asteroiden Ryugu zur Erde, die NASA-Sonde OSIRIS-REx 2023 Proben von Bennu. Darin fanden Forscher unter anderem Bausteine von Eiweißen. Asteroiden könnten also mitgeholfen haben, die Zutaten für das Leben auf die Erde zu bringen.