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Der Mond

Der Mond ist das einzige Himmelsobjekt, das Menschen bisher betreten haben. Schon mit bloßem Auge sieht man helle und dunkle Gebiete, mit einem Fernglas sogar Krater und Gebirge.

Der Vollmond mit hellen Hochländern und dunklen Mare
Der Vollmond. Die dunklen Flächen heißen Mare (Meere). Es sind erstarrte Lavaebenen. Bild: Gregory H. Revera, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Steckbrief

Wie ist der Mond entstanden?

Die meisten Forscher gehen davon aus, dass vor rund 4,5 Milliarden Jahren ein etwa marsgroßer Himmelskörper mit der jungen Erde zusammenstieß. Man nennt ihn Theia. Bei dem Aufprall wurde glühendes Gestein ins All geschleudert, das sich zu einem Ring um die Erde sammelte und schließlich zum Mond zusammenballte.

Warum sehen wir immer dieselbe Seite?

Der Mond dreht sich genau so schnell um sich selbst, wie er um die Erde kreist. Deshalb zeigt er uns immer dieselbe Seite. Die Rückseite sah erst 1959 eine sowjetische Raumsonde. „Dunkel“ ist sie übrigens nicht: Sie wird genauso oft von der Sonne beschienen wie die Vorderseite.

Woher kommen die Mondphasen?

Der Mond leuchtet nicht selbst, er wird von der Sonne angestrahlt. Je nachdem, wo er auf seiner Bahn steht, sehen wir mehr oder weniger von seiner beleuchteten Hälfte. Steht er zwischen Erde und Sonne, ist Neumond. Steht er hinter der Erde, sehen wir die ganze beleuchtete Seite, das ist Vollmond. Dazwischen liegen Sichel und Halbmond.

Ein Tipp: Die schönsten Details zeigt der Mond nicht bei Vollmond, sondern bei Halbmond. Dann werfen Kraterränder und Berge an der Licht-Schatten-Grenze lange Schatten.

Menschen auf dem Mond

Buzz Aldrin im Raumanzug auf dem Mond
Buzz Aldrin auf dem Mond am 20. Juli 1969, fotografiert von Neil Armstrong. Im Visier spiegeln sich Armstrong und die Mondfähre. Bild: NASA, Neil Armstrong, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Zwischen 1969 und 1972 landeten mit den Apollo-Missionen zwölf Astronauten auf dem Mond. Ihre Fußspuren sind bis heute erhalten, weil es dort keinen Wind und kein Wetter gibt. Mit dem Artemis-Programm will die NASA wieder Menschen zum Mond bringen, dieses Mal auch die erste Frau. Die Raketenstarts dazu findest du auf unserer Seite mit den Raketenstarts.

Die Erde geht über dem Mondhorizont auf
„Earthrise“: Die Erde über dem Mondhorizont, aufgenommen 1968 von der Besatzung von Apollo 8. Eines der berühmtesten Fotos überhaupt. Bild: NASA, Bill Anders (Apollo 8), gemeinfrei, Wikimedia Commons

Der Mond und die Gezeiten

Die Anziehungskraft des Mondes zieht am Wasser der Ozeane. So entstehen Ebbe und Flut, an der Nordsee etwa zweimal am Tag. Der Mond entfernt sich dabei langsam von der Erde, um rund 3,8 Zentimeter pro Jahr.